Chronik 1912 - 1945
1912
Die Gründung des Turnverein - Sommer 1912

Erst ein paar Jahre zuvor hatte der Kohleabbau der Bayer. Braunkohlen-Industrie BBI begonnen. Gründungsvorstand war Maschinenmeister Wilhelm Gmehling, der den Verein bis 1933 leitete.
1920
Im Oktober war "Offizieller Wiederbeginn" nach dem 1. Weltkrieg

Der TV hatte zu der Zeit rund 50 Mitglieder. Die turnerischen Aktivitäten nahmen mit der Eröffnung der BBI-Werksturnhalle im Jahr 1923 natürlich wesentlich zu. Mittlerweile wurde auch Leichtathletik betrieben und die Blütezeit des Turnens reichte bis in die Mittdreißiger Jahre hinein.
1921
Angliederung einer Fußballabteilung
Seit dem Sommer 1920 taten sich junge Leute auch zum Fußballspielen zusammen und man gliederte sich bald dem TV an. Inzwischen wurde ein erster größerer Sportplatz südlich der Ost-Kolonie, etwa dort, wo später der sogenannte »Bagger-Berg« entstand, angelegt, wo sich nun neben Fußball auch das lleichtathletische Geschehen abspielte.

1923
Turnhalle in der BBI wird eingeweiht

Die Turnhalle war für damalige Verhältnisse mit modernsten Geräten ausgestattet, geräumig und zweckmäßig gebaut. Neben der Halle selbst befand sich ein Umkleideraum, weiter noch ein Waschraum mit Toilette. Es war also für unsere Turner schon ein großer Tag, als die Halle das erste Mal benutzt werden konnte.
1930
Gründung einer Faustballabteilung

Das sportliche Geschehen im TV konnte sich sehen lassen, der Name »Wackersdorf« wurde durch die Sportlerinnen und Sportler weit hinausgetragen.
1932
Vollendung des Fußballplatzes im Werk

Ein freiwilliger Arbeitsdienst aus den Reihen des Vereins, in Verbindung mit dem Arbeitsamt organisiert, begann mit dem Bau. Die Vollendung des Sportplatzes erlebte der 1. Vorstand Gmehling, der den Turnverein seit der Gründung fast ohne Unterbrechung geführt hatte, nicht mehr. Er, der sich gerade um den Platzausbau große Verdienste erworben hatte, verschied im Alter von 50 Jahren am 10. April 1933.
1933
Fahnenweihe
Im Jahre 1933 wurde in aller Stille die Vereinsfahne geweiht, die zu festlichen Anlässen vorangetragen wird, die aber auch die verstorbenen Mitglieder auf ihrem letzten Weg zum Grabe begleitete.
Gründungsvorstand Gmehling mit 50 Jahren verstorben

Turnverein wird durch Vereinsführer der NSDAP geführt

Mittlerweile war Fußball immer stärker in den Vordergrund getreten – die 1931 nach Wackersdorf gekommenen Gebr. Lobmeyer waren Impuls und Verstärkung zugleich. Auch im Turnen war noch reger Betrieb, vor allem bei den Frauen und Mädchen. Abturnen und auswärtige Starts waren feste Bestandteile des Turnjahres; es gab auch noch leichtathletische Betätigung und Faustballen, doch allmählich wurde es ruhiger im sportlichen Geschehen.
1937
Otto Raab wird letzter Vorstand vor dem 2. Weltkrieg

Vereinsfahne konnte Dank Hans Huber gerettet werden
